Heiligkreuzfest

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Das Cruz de la Pasión (Kreuz der Leidensgeschichte) von Albaida wurde im Jahre 1788 in Gedenken an die Predigt des bekannten Kapuzinermissionars Fray Diego José von Cádiz errichtet, die er ein Jahr zuvor in Albaida gehalten hatte. Finanziert wurde das Kreuz von den Brüdern Vicent und Francesc Monzó, die auf der Suche nach Materialien für ihre Seifenfabrik durch die Dörfer Andalusiens gezogen waren. Dabei war ihnen aufgefallen, dass am Rande eines jedes Dorfes, in dem Fray Diego José gepredigt hatte, zur Erinnerung an diesen Tag ein Kreuz errichtet worden war. So fassten sie den Entschluss, dass auch Albaida ein solches Gedenkkreuz haben sollte. Das Originalstück ist nicht mehr erhalten, sondern es ist nur noch eine nach dem spanischen Bürgerkrieg angefertigte Nachbildung zu sehen. Jedoch steht das heutige Heiligkreuzfest in Albaida nicht mehr mit den Ursprüngen dieses Kreuzes in Verbindung. Am 3. Mai feiert die Katholische Kirche das Fest der Auffindung oder Entdeckung des Heiligen Kreuzes im Jahre 326 durch die Heilige Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin. Dieses Fest, das auf der ganzen Welt verbreitet ist, wird auch in Albaida begangen. Hier sammeln sich die Bewohner der anliegenden Straßen um die Nische am ehemaligen Kloster der Kapuzinermönche, in der das Kreuz der Leidensgeschichte aufbewahrt wird, um sich ganz dem Fest hinzugeben. Aus diesem Anlass werden die Nische des Heiligen Kreuzes sowie der Marktplatz festlich geschmückt und zum Gedenken an die Kreuzauffindung wird die Heilige Messe Santa Missa gelesen.