El Castillo

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Die Burg arabischen Ursprungs steht auf La Loma, dem Hügel, der den Ort beherrscht und von dem aus eine herrliche Aussicht auf die umliegende Landschaft genossen werden kann. Ihre Grundmauern stammen nach Meinung vieler Geschichtsforscher aus der Zeit der römischen Herrschaft.
Während der Karlistenkriege war die Burg Schauplatz bedeutender militärischer Konfrontationen, von denen insbesondere die „Batallas de Chiva" (Schlachten von Chiva) im Jahr 1836 und 1837 zu nennen sind, bei denen die Karlisten geschlagen wurden. Gegenwärtig stehen nur noch die Ruinen der Burg, es sind jedoch Überreste der Wehrmauer und der Türme vorhanden.
Das Bauwerk erfüllte scheinbar mehrere Funktionen, einerseits, eine Enklave innerhalb der Verteidigungsanlage der Stadt Valencia und andererseits, die Kontrolle eines der Kommunikationswege ins Hinterland und letztendlich die Verteidigung des umliegenden Territoriums. Der Ort ist seit der frühen Bronzezeit besiedelt. Dies belegen Funde eines Höhlengrabs und zahlreicher Materialien aus diesem Zeitalter. Danach siedelten hier Iberer, von deren Anwesenheit ebenfalls Reste entdeckt wurden. In der Römerzeit lag die Siedlung wahrscheinlich in der Ebene; im Mittelalter war sie vom Taifa-Reich von Valencia abhängig, in das es aufgrund seiner Nähe integriert war.
Die Baustruktur der Burg ist perfekt an das sie umgebende Gebirge angepasst. In diesem Gebiet können zwei wesentliche Bereiche unterschieden werden, einerseits, der Turm der Burg (Celoquia) am höchsten Punkt, wo die im 18. Jh. rekonstruierte Wallfahrtskapelle errichtet wurde und, andererseits, der übrige Teil dieses Bereichs, der als Zufluchtstätte für die Bevölkerung bei feindlichen Angriffen diente.
Die Festung bestand aus drei Verteidigungslinien: Es sind verschiedene Mauerfronten und Türme erkennbar, die mit unterschiedlichen Techniken erbaut wurden und Rekonstruktionen verschiedener Zeitepochen darstellen. Der letzte Umbau wurde aus Anlass des ersten Karlistenkrieges realisiert. Nach der Schlacht befahl General Seoane im Jahr 1841 die Zerstörung des gesamten Neubaus und Teile des alten Bauwerks, sodass die Burg in dem zerfallenen Zustand verblieb, in dem sie heute zu besehen ist.